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Montag, 1. Februar 2016

IDLI - Grundrezept für süd-indische Reisküchlein -










Für diese kleinen fluffigen lockeren gedämpften Reisküchlein benötigt man einen IDLI-Kocher - wie diesen hier, dieser Idli-Turm passt in jeden herkömmlichen Kochtopf mit Deckel

(Den Idli-Kocher bekommt man z.B. in indischen Shops (bei mir in der Nähe: Köln-Porz, Neue Eilerstr. 52)

 Die Vorbereitung braucht zwar keine große Arbeit - aber ZEIT:
Ihr braucht nur  3 Zutaten für die Küchlein:

a) 1,5 Cups IDLI-Reis (online oder in Indischen Shops)

b) 0,5 Cup Urid Dal (wie oben - oder im Asialaden)

Zum Dal gibt man dann noch 
1 TL  BIO BOCKSHORNKLEESAMEN GANZ 
und vermischt es leicht.

Zuerst wascht ihr den Idli Reis separat und das Urid Dal zusammen mit dem Bockshornklee unter dem Wasserhahn im Sieb gründlich ab.

Dann weicht man beides (a) und b) getrennt voneinander  in reichlich Wasser in separaten Schüsseln (Das Wasser sollte 2-3 cm  über Reis und Dal stehen, da es teils aufgesaugt wird) für mindestens 4-6 Stunden (ich machte dies über Nacht!) ein.

Nach der Weichzeit:

Der Reis und das Dal wird jeweils durch ein Sieb geschüttet und kurz unter dem Wasserhahn abgespült.

Dann gibt man (bei meiner Menge!) die Hälfte vom Reis mit der Hälfte vom Dal in einen Blender (Das muss kein Hochleistungsmixer sein) und mixt es unter Zugabe von
1 bis knapp 1,5 Tassen kaltem Wasser zu einem cremig fluffigen Teig, der noch ganz fein sandig/grieselige Partikelchen haben MUSS.
Ich habe hierfür den Vitamix auf mittlerer-kleiner Stufe mit Stößel verwendet.

Ganz wichtig:  
1. Der Teig sollte wie dünnflüssiger fluffiger Pfannkuchenteig sein.
2. Ihr dürft kein Wasser von Hand unterrühren - sondern nur während des Mixvorganges.
3. Übermixt die Reismasse nicht - die sollte noch sandige Partikel haben. Testet das, in dem ihr sie zwischen den Fingern reibt! 
4. Das Verhältnis Reis zu Dal MUSS immer 3 Teile Reis und 1 Teil Dal sein. Bockshornklee ist ein MUSS in dem Rezept - es dient u.a. der Fermentierung. Passt die Menge dann auch an.
5. Wundert euch nicht über den eigenartigen Geruch. Das geht durch die Fermentation komplett weg!


So verarbeitet ihr dann auch die zweite Hälfte der restlichen Dal-Reis-Masse  mit ausreichend Wasser  (insgesamt verwendete ich für beide Mix-Chargen 1,5 Cups Wasser) und schüttet sie dann zusammen in eine Schüssel die seeeeeeehr groß ist!

Das Volumen wird sich enorm vergrößern - u.U. verdreifachen!!
Ich habe dazu eine riesig große Edelstahlschüssel genommen, welche ich mit Klarsichtfolie abdeckte um die "Sache" im Auge zu behalten.



Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ihr
3 gestrichene Teelöffel (nein das ist nicht zu viel und muss sein) 
gutes unjodiertes SALZ in den Teig gebt.
Dies wird dann mit einer sauberen gewaschenen warmen Hand unter den Teig gerührt und gehoben. (schönes Gefühl find ich - fühlt sich an wie Schaumbad hihi)


HINWEIS: Die Handwärme setzt den Fermentationsprozess besser in Gang!

Nach dem Händewaschen ;-) deckt ihr die Schüssel mit einer Frischhaltefolie ab. Ich habe diese nicht all zu fest gespannt, damit ggf. etwas Luft nach oben wäre. Aber es war nichts passiert.


Nun bleibt diese fluffige Schaumcreme über Nacht  bei Zimmertemperatur (oder auch gerne in der Nähe der Heizung) stehen und fermentiert!


TIPP: Ich habe die Schüssel auf ein dickes gefaltetes Handtuch, welches ich auf die Heizung gelegt habe, gestellt. Es sollte nicht HEISS - aber mindestens 24 Grad haben. In Indien ist dies bei Raumtemperatur - hier jetzt im Winter muss man da tricksen. Ihr könnt auch einen Backofen auf ca. 40 Grad anheizen, ihn dann abschalten und die Schüssel dann in ein dickes Handtuch eingewickelt im Ofen über Nacht fermentieren lassen. Im Sommer werden wir das Problem der Fermentationstemperatur nicht haben!!

Sollte die Temp. im Raum zu gering sein, kann die Fermentation auch bis zu 24 Stunden oder länger dauern!
Am nächsten Morgen rührt man diesen blubbernden aufgestiegenen Teig - welcher leicht säuerlich duftet - vorsichtig mit einer großen Kelle/Löffel.Rührt nicht zu viel - damit die Bläschen noch vorhanden sind!! Die sorgen für die Fluffigkeit.



Die Idli-EINBUCHTUNGEN werden nun ganz dünn mit einem neutralen Öl eingerieben (mit der Fingerkuppe oder einem Küchentuch) und der Teig mit einem Esslöffel oder einer kleinen Kelle vorsichtig eingefüllt. Lasst am Rand der Einbuchtung beim Befüllen ca. 2 mm Platz - die quellen noch ein wenig auf!

Nun kommt Wasser in einen Topf (nur so wenig, dass das untere Idli-Pfännchen nicht mit dem Wasser "badet"), wird zum Kochen gebracht und der Idli-Turm wird eingesetzt.
Deckel auf den Topf und so für erstmal 15 Minuten dämpfen.

Macht dann den Gabel-Stech-Test. Es sollte beim Rausziehen kein weicher Teig an der Gabel kleben geblieben sein. Falls doch - dämpft noch weitere 2 Minuten und testet ..... usw.

Dann wird der Idli-Turm aus dem Topf genommen und darf ca. 2-4 Minuten abkühlen.
Mit einem dünnen Messer, einem dünnen Plastikschaber oder einem Ess-Löffel geht man zwischen Idli und Pfännchen und holt die Idli raus.

Ich habe von der großen Menge Teig aus obigen Mengenangaben den Turm nur einmal befüllt - sprich nach dem Grundrezept nur 12 Idli gemacht. Den Rest des Teiges verwendete ich noch anders... Ich vermute, es gibt ca. 40-50 Stück
 

TIPP- Wollt ihr den Teig nicht komplett verwenden, so verwahrt ihn in einem Schraubglas kalt auf, dann stoppt der Fermentierungsprozess und man kann ihn auch noch später (viell. am Folgetag oder später) verwenden.

Sie werden warm oder auch kalt gegessen - Man kann sie nach Belieben auch würzen u. geschmacklich ändern.
Sehr beliebt dazu sind indische Chutneys, Sambarh, oder eigenen Ideen.


Dies ist nur das Grundrezept, welches ich dann immer wieder verlinke, wenn ich mit anderen Beilagen oder Rezeptänderungen experimentiert habe.



Und falls ihr euch mal kaputt lachen wollt, über eine professionelle Rezeptübersetzung - für Idli - dann bitte HIER lang - ich schmeiss mich jedes mal weg....




1 Kommentar:

  1. Hallo Vegana, ich bin Südinder und Idly ist meine Lieblingsspeise. Nun bin ich in Süddeutschland und vermisse sie sehr. Dein Rezept ist schön authentisch und amüsant geschrieben. Danke dafür. Wenn du ein Idly Restaurant aufmachst lass mich wissen ;-)
    Schöne Grüße
    sure.sh
    PS: ich mache nun einen Idly Link auf meinem Blog.

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Gerne würde ich euren "VEGANEN SENF" (was auch immer ihr zu sagen habt) zu meinen Rezepten lesen - Lieben DANK